Uschi Glas in „Pflege & Familie“: „Wir müssen die Pflegeberufe aufwerten“

Hamburg, 21. September 2017 – Als Schirmherrin der Deutschen Stiftung für Patientenschutz setzt sich Uschi Glas für die Rechte kranker Menschen ein. In der neuen Ausgabe der Zeitschrift Pflege & Familie (EVT 21.09.) spricht die 73-Jährige über ihr großes Anliegen, dass Erkrankte die Hilfe erhalten, die sie benötigen.

Seit über 20 Jahren engagiert sich Uschi Glas für die Deutsche Stiftung für Patientenschutz. Als sie anfing, ihre Arbeit einem Lebensabschnitt zu widmen, den viele Menschen gerne ausblenden würden, rieten ihr alle davon ab: „,Ich würde die Leute erschrecken‘, hieß es damals. Ich empfand es selbst als gar nicht so schlimm. Wir müssen uns alle mal von dieser Welt verabschieden, warum sollte man sich keine Gedanken darüber machen, wie das geschieht?“ Damals gab es fast keine Beratungsstellen für Erkrankte: „Die Idee, eine Anlaufstelle zu scha¬ffen, die Betroffenen und ihren Angehörigen beratend zur Seite steht, fand ich wichtig.“

Heute hilft die Stiftung zum Beispiel mit einem Patientenschutztelefon: „Mit unserem Team aus Pflegeexperten, Juristen und Seelsorgern wollen wir schnelle und unbürokratische Hilfe leisten. Jeder bekommt Hilfe, keiner wird abgewiesen“, erklärt Uschi Glas. Die Fragen und Sorgen der Anrufenden sind ganz unterschiedlich und reichen von Problemen mit  Kranken- und Pflegeversicherungen bis zu Konfliktfällen, wenn es zum Beispiel bei der Auslegung einer Patientenverfügung Probleme gibt. „Mit praktischen Erfahrungen und Fachwissen können wir über das Patientenschutztelefon viele Probleme lösen. Uns ist aber auch wichtig, in kräftezehrenden und belastenden Situationen Trost und Zuversicht zu spenden. Anstöße für eine neue Sicht- und Umgangsweise zu geben, gehört genauso dazu.“

Obwohl sich seit dem Beginn ihrer Tätigkeit schon viel für pflegebedürftige Menschen getan hat, gibt es für Uschi Glas noch viel zu tun: „Wir werden immer älter und trotzdem sollte jeder Mensch jederzeit die Pflege erhalten, die seine Situation erfordert. Das wird nur möglich sein, wenn wir endlich mehr unternehmen, als Pflegekräfte und Menschen, die Angehörige pflegen, nur für ihre Nächstenliebe zu loben. Sie brauchen mehr Anerkennung und mehr Geld. Wir müssen die Pflegeberufe aufwerten, sowohl in unserem Bewusstsein als auch die Gehälter. Berufstätige Angehörige, die die Pflege eines Menschen übernehmen, sollten wie junge Eltern, wenn sie für den Nachwuchs vorübergehend aus dem Beruf aussteigen, eine staatlich finanzierte Lohnersatzleistung erhalten.“

Uschi Glas selbst belastet der Gedanke, vielleicht irgendwann selbst auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, nicht: „Natürlich wünsche ich mir, dass es mir lange gut geht und ich gesund bleibe. Aber man weiß ja nicht, was kommt. Man kann alles ordnen, aber dann muss man loslassen. Wir können nur die Gegenwart beeinflussen, aber nicht die Zukunft. Es ist verlorene Zeit zu überlegen, was in drei Jahren sein wird.“

Hinweis für die Redaktionen
Das gesamte Interview gibt es in der neuen Ausgabe von Pflege & Familie (EVT: 21.09.). Die Veröffentlichung ist bei Nennung der Quelle „Pflege & Familie“ frei.

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